Sway - das neue PowerPoint?!

Durch einen Artikel in der t3n habe ich von einer neuen Präsentationssoftware aus dem Hause Microsoft gehört: Sway. Da ich mich beruflich nicht nur mit Präsentationen befasse sondern auch gern auf Entdeckungsreise gehe, habe ich das Ganze mal getestet. Man benötigt dazu nur einen Microsoft-Account, wer also Live-Mail oder das Sky Drive schon nutzt, kann sich einfach einloggen. Auf der Seite finden sich auch ein Video und einige Beispielspräsentationen, die veranschaulichen, was mit der Software alles möglich ist. Ich habe das Programm dazu benutzt, ein Storyboard für eine e-Learning-Einheit zu erstellen. Im Folgenden will ich einen kleinen Erfahrungsbericht geben, den ich in verschiedene Kategorien gegliedert habe. 

Aufbau

Wer schon mit anderen Präsentationsprogrammen wie zum Beispiel Prezi gearbeitet hat, der wird sich schnell an das neue Layout gewöhnen. Für die PowerPoint-User ist die Umstellung auch nicht so schwierig, da weiterhin mit einer Scrollrichtung (nach links oder oben) gearbeitet wird. Dadurch werden immer verschiedene Abschnitte der Präsentation aufgedeckt.

 

Man startet das Programm, indem man ein neues Sway anlegt. Zuerst muss man einen Titel und eventuell Untertitel festlegen. Schon hier kann das erste Bild, zum Beispiel das Firmenlogo eingebaut werden. Dies bildet später den Hintergrund für den Titel. Wenn man auf den Platzhalter für das Bild klickt, öffnet sich links eine Art Mediencenter, bei dem man aus verschiedenen Quellen (unter anderem Bing-Suche, der eigene Facebook- Account oder das OneDrive) Bilder oder Videos auswählen kann. Reine Audiodateien erkennt Sway nicht. 

 

Durch das kleine „+“ in der linken unteren Ecke eines jeden Elements kann man nun weitere Inhalte einfügen. Das können Texte oder wie eben beschrieben Bilder und Videos sein. Die einzelnen Elemente kann man gruppieren. Jedes Mal, wenn man eine neue Überschrift einfügt, wird eine neue „Section“ eröffnet. Die Inhalte erfasst das Programm als zusammengehörig und stellt sie im Layout dann auch so dar. Auch mehrere Fotos kann man durch die „Stack“-Funktion gut anordnen. Diese werden dann in der aktiven Präsentation wie von einem Fotostapel weggezogen. 

 

Insgesamt ist der Aufbau logisch und in sich schlüssig. Positiv ist die Multimedialität, die mit Sway wirklich gut eingebettet werden kann. Etwas verwirrend sind am Anfang die vielen neuen Bezeichnungen für die Elemente und deren Verbindungen.

Formatierung und Design

Da sich das Programm noch in der Testphase befindet, gibt es nur wenige Formatierungselemente. Es können nur einige Farbpaletten und die Scrollrichtung eingestellt werden. Schriften sind nicht wählbar und die Anordnung der Elemente in der fertigen Präsentation erledigt das Programm selbst. Auch Hervorhebungen können nur mit einer einzigen Option gestaltet werden. Man muss sich also vorher genau überlegen, was hervorgehoben werden soll und was nicht, da man nicht zwischen Fettdruck, Kursivschrift oder Unterstreichungen wählen kann. Hier könnte es definitiv noch ein paar Optionen mehr geben.

Spaß

Es macht definitiv Spaß, Sway zu benutzen. Man fühlt sich wie an einem Zeichentisch, an dem man die Elemente ganz frei anordnen, testen und neu strukturieren kann. Auch die Einbettung der Suche und verschiedener Cloud-Systeme für Bilder und Videos funktioniert gut und führt zu schnellen Ergebnissen. 

Leider kann man die Farben noch nicht wirklich personalisieren und auch Schriften nicht auswählen. Dann würden die Präsentationen noch ausdrucksstarker sein. 

Fazit

Spaßfaktor, Multimedialität und Innovation - all das vereint Sway in sich. Abzüge gibt es für die fehlenden Formatierungsmöglichkeiten. Aber dennoch eine gute Alternative zu PowerPoint und Co. Ich bin gespannt, wie Microsoft das Programm weiter entwickelt.

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